Kredit für Freiberufler

Freiberufler sind gerade in der Anfangsphase auf einen Finanzierungsvorschub angewiesen. So braucht man das Fremdkapital z.B. für eine ordentliche Büroausstattung, Werbemittel für die Eigen-PR oder aber eine Homepage, damit potentielle Auftrageber auf die angebotenen Leistungen aufmerksam werden. Daher kann ein Kredit für Freiberufler in Österreich bei der Verwirklichung der eigenen Investitionen für das benötigte Budget sehr hilfreich sein.

Da Freiberufler in der Regel kein eigenes Gewerbe besitzen, können sie auch nicht mit diesem bei Kreditverzug haften. Das macht es natürlich umso schwieriger einen guten Kredit für das eigene Vorhaben zu bekommen. Daher ist für Freiberufler ein sogenannter Kontokorrentkredit sehr gut geeignet. Dieser ermöglicht, dass das Konto kurzfristig überzogen werden kann, um eventuelle Liquiditätsprobleme zu überbrücken.

Viele Banken erteilen bei der Vergabe eines Kredit für Freiberufler in Österreich bestimmte Vorraussetzungen, die der Selbstständige erbringen muss. Dazu gehören in der Regel Sicherheiten oder Bürgschaften, eine gesicherte Rückzahlung und natürlich die Zinsen, die vorab festgelegt werden. Dadurch zahlt man am Ende natürlich mehr, als man von der Bank oder einem anderen Institut erhalten hat. Hinzu kommt noch anderen Kosten die sich unter anderem aus der staatlich festgelegten Kreditgebühr (0,8%). Bei sogenannten Kontokorrent Krediten sind auch 1,5% möglich. Die Bank veranschlagt für die Bearbeitung eine Gebühr zwischen 0,5% und 2% der tatsächlichen Kreditsumme. Dazu kommen noch Überziehungszinsen oder aber die Kontoabschlussgebühr.

In Österreich gibt es diverse Banken und Kreditinstitute, die einen Kredit an Freiberufler vergeben. Allerdings ist gestaltet sich dieses Vorhaben erheblich schwieriger, als für eine Privatperson, die in einem festen Anstellungsverhältnis seinem Beruf nachgeht.

Bevor man sich zur jeweiligen Bank aufmacht, sollte man sich auf ein mögliches Gespräch gut vorbereiten und auf jeden Fall einen Finanzierungsplan in der Tasche haben. Nur so kann die Bank nämlich sehen, inwieweit die Kreditvergabe auch wirklich Sinn macht. Schließlich ist das Geld nur geliehen und soll in einem bestimmten Zeitraum nebst Zinsen wieder zurück in die Tresore der Bank fließen.

Auch ist es für Freiberufler möglich, einen Kredit bei einer sogenannten Konzessionierte Kreditkanzlei zu erhalten. Natürlich gibt es auch private Kreditvermittler, die das Geld nicht selbst ausgeben, sondern lediglich Geldgeber und Kreditempfänger aneinander vermitteln. Gerade bei den Kreditvermitteln sollte man aber aufpassen. Neben vielen seriösen Instituten tummeln sich auch einige schwarze Schafe, die mit überhöhten Provisionen oder wenig vertrauenswürdigen Geldgebern zusammenarbeiten. Gleichzeitig werden viel zu hohe Zinsen abverlangt oder aber unrealistische Kreditlaufzeiten vereinbart.

Weiterhin kann man natürlich bei den staatlichen Förderinstituten in Bezug auf eine eventuelle finanzielle Förderung anklopfen. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist sicherlich die Austria Wirtschaftsservice GmbH oder aber Fördergesellschaften in den jeweiligen Bundesländern. Oftmals gibt es dort zinsgünstige Kredite oder aber Fördergelder, die gar nicht zurückgezahlt werden müssen. Allerdings können solche Gelder mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden sein.